● 31.10.2014 BIS 19.04.2015 | AUSSTELLUNG IN MÜNCHEN
An der Entstehung des Englischen Gartens in München hat ein Amerikaner maßgeblich mitgewirkt. Das mag heute in der globalisierten Welt nichts Besonderes sein, aber vor 225 Jahren? Der ungewöhnliche Lebensweg und das Wirken von Benjamin Thompson, Graf Rumford, steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Stadtmuseum München.
Unter dem Motto: „225 Jahre Englischer Garten und 200. Todesjahr von Reichsgraf von Rumford” feiert München 2014 seinen Englischen Garten. Anlässlich dieser beiden Jubiläen zeigt das Stadtmuseum in der bayerischen Hauptstadt die Ausstellung „Rumford. Rezepte für ein besseres Bayern“.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Benjamin Thompson, eine der schillerndsten Persönlichkeiten, die jemals in München lebte. Ihm gelang der Aufstieg vom mittellosen Farmersohn aus Amerika bis zum hochgeachteten Graf Rumford dank begnadeter Fähigkeiten als Diplomat, Sozialreformer, Erfinder und Naturwissenschaftler. München verdankt ihm die Entstehung des Englischen Gartens, der sich Ende des 18. Jahrhunderts aus einem kurfürstlichen Jagdrevier an der Isar zu einem der größten innerstädtischen Stadtparks entwickeln sollte. Gleichfalls hat Thompson entscheidenden Anteil daran, dass sich die Kartoffel als Grundnahrungsmittel bei der armen und hungernden Bevölkerung durchsetzte.
Kurator Thomas Weidner hebt die Reformen von Thompson in der Ausstellung besonders hervor. Können die Ideen von damals zur Bekämpfung der Armut und Arbeitslosigkeit und zur Stadtgestaltung Vorbilder zu aktuellen Fragestellungen sein?

Wer Benjamin Thompson ganz bequem vom Sofa aus kennenlernen möchte, dem empfehle ich den Begleitkatalog zur Ausstellung: Thomas Weidner: Rumford. Rezepte für ein besseres Bayern, Hirmer Verlag.
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1 / 80331 München
www.muenchener-stadtmuseum.de


